RECHTLICHE INFORMATION

Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen für Websitenbesucher, Online-Shop-Besucher und die SaaS- und AVV-Verträge für Betreiber

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Dokumente für Betreiber eines OIDO Online-Shops


Impressum

OIDO order & pay systems, S.L.
Avda. Comte Güell, 12, 08871 Sitges (Barcelona), Spanien
Registro Mercantil de Barcelona, TOMO 48456, FOLIO 123, HOJA B 584519, INSCRIPCION 1.
CIF B72461288 UStID ESB72461288 DUNS: 471411102
Vertreten durch die Geschäftsführer: Günter Beer, Manon Straver
Telefon: +34 616 340 840 · E-Mail: oido@oido.me
Zentrale Kontaktstelle nach dem Digital Services Act (Verordnung (EU) 2022/2065): oido@oido.me – Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch


Begriffe

  • OIDO: OIDO order & pay systems, S.L. Technischer Dienstleister, der die OIDO Shop-Software vermietet, aktualisiert und hostet.
  • Verkäufer: Unternehmer, der über einen OIDO Online-Shop eigene Waren oder Dienstleistungen anbietet (Shop-Betreiber). Er ist Vertragspartner von OIDO im SaaS-Lizenzvertrag und im Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). In diesen beiden Verträgen heißt er „Kunde“ bzw. „Verantwortlicher“.
  • Shop-Kunde: Käufer von Waren oder Dienstleistungen im Online-Shop des Verkäufers.
  • Stripe: Zahlungsdienstleister (Stripe Payments Europe, Limited, Irland) für die sichere Zahlungsabwicklung.
  • Besucher: Besucher dieser Website.

Besucher der Website

Datenschutzerklärung für Besucher der Website

Verantwortlicher: OIDO order & pay systems, S.L., Avda. Comte Güell, 12, 08871 Sitges (Barcelona), Spanien, E-Mail: oido@oido.me.

Diese Erklärung gilt für Besucher dieser Website sowie für Interessenten und Verkäufer bei Anbahnung und Abwicklung des Vertrags mit OIDO. Für Daten, die OIDO im Auftrag eines Verkäufers in dessen Online-Shop verarbeitet, gelten die „Datenschutzbedingungen für Kunden eines OIDO Online-Shops“ und der AVV.

Grundsatz: OIDO verfolgt keine einzelnen Besucher, verkauft keine Daten, nutzt keine Daten für Werbung und erstellt keine Profile.

Hosting und Server-Logfiles: Die Website wird bei Digitalpress.blog mit Servern in der EU betrieben. Beim Aufruf verarbeitet der Server kurzzeitig technisch erforderliche Daten (IP-Adresse, Datum und Uhrzeit, aufgerufene Seite, Browser- und Geräteinformationen). Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (sicherer und stabiler Betrieb).

Reichweitenmessung mit Plausible Analytics: Wir nutzen Plausible Analytics (Plausible Insights OÜ, Estland) mit Servern in der EU. Nach Angaben des Anbieters arbeitet der Dienst ohne Cookies und ohne personenbezogene Profile. Erfasst werden Verweisquellen, aufgerufene Seiten, Besuchsdauer sowie Gerätetyp, Betriebssystem, Browser und Land. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Verständnis allgemeiner Nutzungstrends).

Cookies und lokale Speicherung: Diese Website verwendet nur technisch notwendige Speicherungen, z. B. die Einstellung „Dunkler Modus“ im Browser. Diese sind ohne Einwilligung zulässig (Art. 22 Abs. 2 LSSI).] Cookies von Drittanbietern zu Werbezwecken werden nicht gesetzt.

Kontaktaufnahme: Bei Anfragen per E-Mail oder Telefon verarbeiten wir die mitgeteilten Daten zur Beantwortung (Art. 6 Abs. 1 lit. b bzw. f DSGVO) und löschen sie nach Erledigung, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

Beratungstermin: Für die Buchung eines kostenlosen Beratungstermins nutzen wir Brevo Meetings (Brevo, früher Sendinblue SAS, Paris, Frankreich). Verarbeitet werden Name, E-Mail-Adresse, gewählter Termin und freiwillige Angaben. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (vorvertragliche Maßnahmen). Mit Brevo besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag.

Testversion, Registrierung und Vertragsabwicklung (Verkäufer): Für Testversion und Abonnement verarbeiten wir Name, Firma, Anschrift, Steuer-/USt-Nummer, E-Mail, Rechnungsdaten sowie Nutzungsdaten des Kontos. Zwecke sind Vertragserfüllung, Abrechnung, Support und gesetzliche Pflichten (Art. 6 Abs. 1 lit. b und c DSGVO). Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe. Handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen (in Spanien in der Regel 6 Jahre) bleiben unberührt.

Links zu sozialen Netzwerken und externe Inhalte: Die Links zu Instagram, TikTok, LinkedIn, YouTube und Facebook sind reine Verknüpfungen. Daten werden erst übertragen, wenn Sie den Link anklicken; dann gelten die Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Anbieters. Falls YouTube-Videos eingebunden sind erfolgt die Einbindung im datenschutzfreundlichen Modus (youtube-nocookie.com) erst nach Klick.

Empfänger und Drittlandübermittlung: Empfänger sind unsere Dienstleister (Hosting, Plausible, Brevo, Stripe) im Rahmen der jeweiligen Auftragsverarbeitung bzw. Zahlungsabwicklung sowie Behörden, soweit gesetzlich verpflichtend. Eine Übermittlung in Drittländer erfolgt nur mit geeigneten Garantien (z. B. EU-Standardvertragsklauseln oder Data Privacy Framework).

Ihre Rechte: Sie haben das Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch (Art. 21) sowie das Recht, erteilte Einwilligungen jederzeit zu widerrufen. Anfragen richten Sie an oido@oido.me.

Beschwerderecht: Sie können sich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde beschweren, insbesondere bei der für OIDO zuständigen Agencia Española de Protección de Datos (AEPD), C/ Jorge Juan, 6, 28001 Madrid, www.aepd.es, oder bei der Behörde an Ihrem Wohnsitz.

Stand: 6.10.2026


Nutzungsbedingungen für Besucher der Website

Diese Website ist die Homepage des Software-as-a-Service-Angebots (SaaS) von OIDO und richtet sich an gewerbliche Kunden.

Alle Informationen sind nach bestem Wissen zusammengestellt und werden laufend aktualisiert. Die Blogbeiträge sind Markt- und Hintergrundinformationen sowie Meinungsartikel der jeweiligen Autoren und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.

Bildquellen: Wir nutzen Fotos aus dem eigenen Archiv sowie lizenzfreie Bilder von Unsplash.com.

Alle Bildmontagen und Inhalte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis nicht reproduziert oder kopiert werden.

© 2022–2026 OIDO order & pay systems, S.L.

OIDO® ist eine beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) eingetragene Unionsmarke (Nr. 018623488).


Nutzung der Kundenansicht der Shop-App

Datenschutzbedingungen für Kunden eines OIDO Online-Shops

Diese Standard-Datenschutzbedingungen gelten, sofern der Verkäufer keine eigenen Datenschutzbedingungen in seinem Shop hinterlegt hat.

Wer ist verantwortlich? Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer Daten im Online-Shop ist der Verkäufer, bei dem Sie einkaufen. Seine Kontaktdaten finden Sie im Shop unter „Kontakt“. OIDO order & pay systems, S.L. (OIDO) betreibt die Shop-Software als technischer Dienstleister und verarbeitet Ihre Daten ausschließlich im Auftrag des Verkäufers. Sie gehen als Shop-Kunde keine Geschäftsbeziehung mit OIDO ein. OIDO nutzt Ihre Daten nicht für eigene Zwecke.

Welche Daten, wofür und auf welcher Grundlage? Der Shop kann ohne Registrierung genutzt werden. Zur Abwicklung Ihrer Bestellung verarbeitet der Verkäufer die Daten, die Sie angeben, z. B. Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Liefer- und Rechnungsanschrift, bestellte Produkte, Abhol- oder Lieferzeitpunkt. Rechtsgrundlage ist die Vertragserfüllung (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO). Rechnungs- und Zahlungsdaten werden zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO). Marketing-E-Mails erhalten Sie nur, wenn Sie einwilligen (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO); die Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen.

Mit Registrierung: Wenn Sie ein Kundenkonto anlegen, werden Ihre Daten (z. B. E-Mail-Adresse, Bestellungen, Adressen) in der Cloud-Infrastruktur von Google Cloud in Frankfurt am Main (Deutschland) gespeichert und für Ihre Bequemlichkeit in diesem Shop genutzt. Ihre Daten werden nicht mit anderen Shops geteilt und nicht zu Werbezwecken analysiert oder verkauft.

Empfänger: Ihre Daten erhalten nur Stellen, die für die Abwicklung erforderlich sind: OIDO und die von OIDO eingesetzten Dienstleister (Google Cloud für Hosting, Brevo/Sendinblue für den Versand von Bestell- und Systemmails), der Zahlungsdienstleister Stripe sowie, wenn der Verkäufer die Marktplatz-Funktion nutzt, die in Ihrer Bestellung teilnehmenden Anbieter, soweit sie die jeweiligen Produkte zubereiten oder liefern.

Zahlungsabwicklung: Für die Zahlung benötigt Stripe mindestens Ihre Zahlungsdaten sowie Name und E-Mail-Adresse; je nach Herkunftsland des Zahlungsmittels kann die Abfrage weiterer Daten gesetzlich vorgeschrieben sein. Stripe verarbeitet diese Daten teils als eigenständiger Verantwortlicher. OIDO nutzt die von Stripe erhobenen Daten nicht für eigene Zwecke. Datenschutzbedingungen von Stripe: https://stripe.com/de/privacy.

Speicherdauer: Der Verkäufer speichert Ihre Daten, solange dies zur Abwicklung erforderlich ist, und danach so lange, wie handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen es verlangen (je nach Sitz des Verkäufers mehrere Jahre, z. B. in Deutschland 8 bzw. 10 Jahre). Kundenkonten bleiben bestehen, bis Sie sie löschen. Beendet der Verkäufer seinen Vertrag mit OIDO, gibt OIDO die Daten nach den Fristen des Auftragsverarbeitungsvertrags an den Verkäufer zurück und löscht sie anschließend.

Ihre Rechte: Sie haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Wenden Sie sich dazu an den Verkäufer; OIDO unterstützt ihn bei der Bearbeitung. Zudem können Sie sich bei der für den Verkäufer zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde beschweren.

Änderungen und Fragen: OIDO kann diese Bedingungen aktualisieren, um geltende Vorschriften einzuhalten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Verkäufer oder an oido@oido.me.

Datenschutzbedingungen Stripe


Nutzungsbedingungen für Kunden eines OIDO Online-Shops

Der Verkäufer ist für die Inhalte, Angebote und den Verkauf allein verantwortlich. Er bietet seine Produkte oder Dienstleistungen in seinem OIDO Online-Shop zu seinen Bedingungen an. Der Kaufvertrag kommt ausschließlich zwischen Ihnen und dem Verkäufer zustande. Die Kontaktdaten des Verkäufers stehen im Shop unten rechts unter „Kontakt“.

OIDO order & pay systems, S.L. verarbeitet für den Verkäufer Geschäfts- und Transaktionsdaten im Auftrag als technischer Dienstleister. Sie gehen als Shop-Kunde keine Geschäftsbeziehung mit OIDO ein.

Bei Unstimmigkeiten wenden Sie sich bitte an den Verkäufer, der auf Quittung, Rechnung oder Bestellbestätigung angegeben ist.

Meldung rechtswidriger Inhalte (Digital Services Act): Wenn Sie in einem OIDO Online-Shop Inhalte finden, die Sie für rechtswidrig halten, können Sie dies an oido@oido.me melden. Bitte geben Sie an: (1) die genaue Internetadresse (URL) des Inhalts, (2) eine Begründung, warum der Inhalt rechtswidrig ist, (3) Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse sowie (4) die Erklärung, dass Ihre Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind. OIDO bestätigt den Eingang, prüft die Meldung sorgfältig und informiert Sie und den betroffenen Verkäufer über die Entscheidung und die Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. [Pflichten nach Art. 16 ff. DSA von einem Anwalt prüfen lassen.]


Widerrufsrecht:

Für Verbraucher: Wenn Sie als Verbraucher im Online-Shop eines Verkäufers einkaufen, haben Sie bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen. Bei Waren beginnt die Frist mit dem Erhalt der Ware. Sie können den Widerruf mit einem Klick über die Widerrufsfunktion in Ihrer Bestellbestätigung, Rechnung oder Quittung erklären oder dem Verkäufer Ihre Entscheidung eindeutig mitteilen. Maßgeblich ist die Widerrufsbelehrung des Verkäufers.

Kein Widerrufsrecht besteht insbesondere (je nach Angebot des Verkäufers) bei:

  • Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum schnell überschritten würde (z. B. frisches Obst und Gemüse wie Möhren, Milchprodukte, Fisch und Frischfleisch, frische Backwaren, zubereitete Speisen),
  • Waren, die nach Ihren Vorgaben angefertigt oder eindeutig auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind (z. B. eine Torte mit individueller Beschriftung),
  • versiegelten Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde,
  • der Lieferung von Speisen und Getränken, wenn dafür ein bestimmter Termin oder Zeitraum vereinbart ist (z. B. Abholung oder Lieferung zum gewählten Zeitpunkt).

Haltbare Lebensmittel und Getränke sind nicht pauschal ausgenommen; ein Widerrufsrecht kann bestehen, solange keiner der genannten Ausschlüsse greift.

Für Unternehmer: Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht.

Hinweis für den Verkäufer: Dieser Text ist eine allgemeine Information und ersetzt nicht die Widerrufsbelehrung, die der Verkäufer seinen Verbrauchern selbst erteilen muss.


Änderungen und Fragen:

Wir können diese Richtlinie bei Bedarf aktualisieren, um die einschlägigen Vorschriften einzuhalten und neue Praktiken zu berücksichtigen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen, Kommentare oder Bedenken zu dieser Datenschutzrichtlinie, Ihren Daten oder Ihren Rechten in Bezug auf Ihre Informationen haben.


Grundlegende Verträge für Verkäufer (Shop-Betreiber)

Hier finden Sie die Verträge für die Zusammenarbeit des Verkäufers und OIDO. Der Hauptvertrag ist der SaaS-Lizenzvertrag, Datenschutzrechtliche Fragen regelt der Auftragsdatenverarbeitungsvertrag. Um ihren OIDO Onlineshop zu betreiben müssen Sie beiden Verträgen zustimmen.

SaaS-Lizenzvertrag

Oct 5, 2026 · OIDO Team

SaaS-/Lizenzvertrag zwischen OIDO order & pay systems s.l. (Anbieter) und dem Betreiber des Online-Shops (Kunden); Hauptvertrag zum AVV.

1. Parteien, Vertragsgegenstand und Leistungen

Dieser Vertrag wird geschlossen zwischen OIDO order & pay systems s.l., NIF B72461288, Avda. Comte Güell, 12, 08871 Sitges (Barcelona), Spanien ("Anbieter") und [Name des Kunden], [Anschrift], [Steuernummer/USt-IdNr.] ("Kunde"). Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer und Gewerbetreibende.

Vertragsgegenstand ist die Bereitstellung der cloudbasierten Online-Shop-Software OIDO Online-Shop im Abo als Software-as-a-Service (SaaS) zur Nutzung über das Internet. Der Kunde betreibt damit einen eigenen Online-Shop und verkauft darüber ausschließlich seine eigenen Waren und Leistungen an seine eigenen Kunden. Der Anbieter betreibt keinen Marktplatz. Richtet der Kunde in seinem Shop mit der Marktplatz-Funktion ein gemeinsames Angebot mehrerer Anbieter ein, ist er für seine Verträge mit den teilnehmenden Anbietern und seine eigenen steuerlichen Pflichten selbst verantwortlich.

Leistungsumfang: Der Anbieter stellt dem Kunden die Software in der jeweils aktuellen Version mit den im gewählten Paket beschriebenen Funktionen zur Verfügung (u. a. Shop, Bestellverwaltung, Rechnungserstellung, Kundenverwaltung, Statistik). Hosting und Betrieb erfolgen in der Cloud-Infrastruktur von Google Cloud (Rechenzentrum Frankfurt am Main). Die Einrichtung (Onboarding) durch den Anbieter ist kostenlos; ein darüber hinausgehender Einrichtungsservice (Shopbuild) wird nur auf gesonderte Beauftragung gemäß Nr. 3 erbracht.

Vertragsbestandteile: (1) dieser Vertrag, (2) die Leistungsbeschreibung/Preisliste des gewählten Pakets, (3) der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit seinen Anlagen. Bei Widersprüchen gelten sie in dieser Rangfolge, für datenschutzrechtliche Fragen geht der AVV vor.

2. Nutzungsrecht und Pflichten des Kunden

Nutzungsrecht: Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht ein, die Software im vereinbarten Umfang für den Betrieb seines eigenen Online-Shops zu nutzen. Ein Recht auf Überlassung des Quellcodes besteht nicht.

Pflichten des Kunden:

  1. Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen; der Anbieter ist bei Verdacht auf Missbrauch unverzüglich zu informieren.
  2. Die Software nur im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen und keine rechtswidrigen Inhalte oder Waren einzustellen.
  3. Für die Richtigkeit seiner Shop-, Produkt-, Preis- und Steuerdaten selbst zu sorgen. Der Kunde bleibt als Verkäufer verantwortlich für die Einhaltung seiner handels-, steuer-, verbraucher- und lebensmittelrechtlichen Pflichten (z. B. Impressum, Widerrufsbelehrung, Preisangaben, Allergenkennzeichnung) sowie für die steuerliche Richtigkeit der über die Software erstellten Rechnungen.
  4. Seine eigenen gesetzlichen Aufbewahrungspflichten (§ 257 HGB, § 147 AO) zu erfüllen und sich rechtzeitig vor Vertragsende eine Kopie seiner Daten zu sichern (siehe Nr. 4).
  5. Die Software nicht zu kopieren, zurückzuentwickeln oder Dritten außerhalb seines Geschäftsbetriebs zugänglich zu machen und keine Maßnahmen zu ergreifen, die die Stabilität oder Sicherheit der Plattform beeinträchtigen.

Bei schuldhaftem Verstoß gegen diese Pflichten kann der Anbieter den Zugang vorübergehend sperren, soweit dies zur Abwehr von Schäden erforderlich ist, und informiert den Kunden unverzüglich.

3. Vergütung, Zahlung und Onboarding-Service

Laufende Vergütung: Der Kunde wählt bei der Bestellung eines der angebotenen Abonnements. Die Preise ergeben sich aus der bei Bestellung gültigen Preisliste unter https://de.myownshopoido.com/oido-preise/ (jeweils zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer). Die Abonnements Mini, Small und Medium enthalten alle Funktionen des OIDO Online-Shops und unterscheiden sich durch die Anzahl der pro Monat verarbeiteten Bestellungen (Transaktionen): Mini 50, Small 250, Medium 1.000. Nicht genutztes Kontingent ist nicht auf Folgemonate übertragbar und verfällt zum Monatsende. Überschreitet der Kunde das Kontingent seines Abonnements, weist der Anbieter ihn darauf hin. Bei erheblicher oder fortgesetzter Überschreitung kann der Anbieter die Bestellmöglichkeit nach vorheriger Warnung aussetzen. Wechselt der Kunde in ein höheres Abonnement, wird dieses sofort freigeschaltet. Ein Anspruch auf Verarbeitung von Bestellungen über das Kontingent hinaus besteht nicht; die vorübergehende Duldung einer Überschreitung begründet keinen solchen Anspruch. Das Abonnement Catalog dient ausschließlich der Darstellung als Online-Speisekarte bzw. Produktkatalog ohne Bestellmöglichkeit. Der Kunde kann zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung wählen; die Vergütung wird jeweils für den gewählten Zeitraum im Voraus fällig und über den Zahlungsdienstleister Stripe per [Karte/SEPA-Lastschrift] eingezogen. Einrichtung und Testen des Shops sind kostenlos; die Vergütungspflicht beginnt mit der Freischaltung des kostenpflichtigen Abonnements. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.

Onboarding: Die grundlegende Einrichtung des Shops ist kostenlos. Der optionale Einrichtungsservice Shopbuild (Erstellung des Shops und Einpflegen von Produkten durch den Anbieter) wird nur auf Wunsch des Kunden zum bei der Bestellung genannten Einmalpreis von 300 € zuzüglich Umsatzsteuer erbracht, fällig bei Beauftragung.

Zahlungsverzug: Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter nach vorheriger Mahnung mit angemessener Frist (mind. 14 Tage) den Zugang sperren; die Zahlungspflicht bleibt bestehen. Gesetzliche Verzugszinsen und -kosten bleiben vorbehalten. Bleibt die Zahlung auch nach Ablauf der in der Mahnung gesetzten Frist aus, kann der Anbieter den Vertrag außerordentlich in Textform kündigen; die bloße Nichtzahlung gilt nicht als Kündigung. Mit Wirksamwerden der Kündigung beginnt die Frist für die Bereitstellung des Datenexports nach Nr. 6 des AVV. Der Export wird nicht von der Zahlung offener Beträge abhängig gemacht. Vor der endgültigen Löschung der Daten weist der Anbieter den Kunden noch einmal in Textform darauf hin.

Preisänderungen: Der Anbieter kann die Vergütung mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen in Textform anpassen. Der Kunde kann in diesem Fall außerordentlich zum Wirksamwerden der Änderung kündigen. Kündigt er nicht, gilt die Änderung als genehmigt.

4. Laufzeit, Kündigung und Datenexport bei Vertragsende

Laufzeit und Kündigung: Der Vertrag beginnt mit der Bestellung und der Freischaltung des Zugangs und wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Kündigungsmöglichkeit richtet sich nach dem gewählten Zahlungsintervall: Bei monatlicher Zahlung ist der Vertrag für beide Parteien zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungsmonats kündbar, bei jährlicher Zahlung zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungsjahres. Die Kündigung kann in Textform oder über die dafür vorgesehene Funktion im Kundenkonto erklärt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Datenexport bei Vertragsende: Der Kunde kann seine Daten (Shop-, Bestell-, Kunden- und steuerrelevante Rechnungsdaten) vor und nach Vertragsende in einem maschinenlesbaren Format exportieren. Einzelheiten, insbesondere die Fristen für die Bereitstellung des Exports sowie die Übergangsfrist und die anschließende unwiderrufliche Löschung, regelt Nr. 6 des AVV. Der Kunde bleibt auch nach Vertragsende allein dafür verantwortlich, seine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten zu erfüllen.

Folgen der Beendigung: Mit Vertragsende erlischt das Nutzungsrecht, der Shop wird deaktiviert und der Zugang gesperrt. Bereits gezahlte Vergütung für den laufenden Abrechnungszeitraum wird nicht anteilig erstattet, soweit die Kündigung nicht auf einem vom Anbieter zu vertretenden wichtigen Grund beruht.

5. Verfügbarkeit, Support, Datenschutz und Zahlungsabwicklung über Stripe

Verfügbarkeit: Der Anbieter schuldet eine Verfügbarkeit der Software von 9****8 % im Monatsmittel. Ausgenommen sind geplante Wartungsarbeiten (nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten und mit angemessener Vorankündigung) sowie Ausfälle, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (z. B. Störungen bei Drittanbietern oder höhere Gewalt).

Support und Weiterentwicklung: Der Anbieter leistet Support per E-Mail/Videoberatung/Hilfecenter an Werktagen während der üblichen Geschäftszeiten. Er darf die Software weiterentwickeln und Funktionen ändern, sofern der vertraglich vereinbarte Kernumfang erhalten bleibt. Änderungen der gesetzlichen Vorgaben können ausnahmsweise auch Änderungen am Kernumfang erforderlich machen; der Anbieter informiert den Kunden darüber nach Möglichkeit vorab in Textform.

Datenschutz: Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gelten die Regelungen des Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV), der Bestandteil dieses Vertrags ist. Der Kunde bleibt Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die Daten seiner Shop-Kunden.

Zahlungsabwicklung über Stripe: Zahlungen der Endkunden des Kunden werden über Stripe Connect abgewickelt. Der Kunde schließt hierfür einen eigenen Vertrag mit Stripe (Stripe Connected Account Agreement) und erhält die Zahlungen unmittelbar auf sein Stripe-Konto. Der Anbieter ist weder Zahlungsdienstleister noch Vertragspartei der Zahlungsabwicklung und haftet nicht für Leistungen, Störungen oder Entscheidungen von Stripe (z. B. Kontosperrungen, Gebühren). Der Kunde ist für die Einhaltung der Stripe-Bedingungen selbst verantwortlich.

6. Haftung, Vertraulichkeit und Schlussbestimmungen

Haftung: Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, höchstens auf die in den letzten 12 Monaten gezahlte Vergütung. Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Für entgangenen Gewinn und mittelbare Schäden haftet der Anbieter nur nach Maßgabe dieser Regelung. Der Kunde ist für die Sicherung seiner Daten durch regelmäßige Exporte mitverantwortlich.

Vertraulichkeit: Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der anderen Partei, die ihnen im Rahmen dieses Vertrags bekannt werden, streng vertraulich und nutzen sie nur zur Vertragserfüllung. Diese Pflicht gilt auch nach Vertragsende fort.

Schlussbestimmungen: Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Es gilt spanisches Recht. Gerichtsstand ist der Sitz des Anbieters, soweit gesetzlich zulässig. Der AVV ist Bestandteil dieses Vertrags.


Auftragsdatenverarbeitungsvertrag

AVV nach Art. 28 DSGVO zwischen Online-Shop-Betreiber (Verantwortlicher)

und dem SaaS-Provider (Auftragsverarbeiter)

1. Präambel, Parteien, Gegenstand und Laufzeit

Dieser Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) regelt die Rechte und Pflichten von

**[Name Online-Shop-Betreiber], **

[Anschrift]

("Verantwortlicher")

und

OIDO order & pay systems S.L., NIF B72461288, Avda. Comte Güell, 12, 08871 Sitges, Spanien

("Auftragsverarbeiter")

bei der Verarbeitung personenbezogener Daten im Zusammenhang mit der Nutzung der Online-Shop-Software OIDO Online-Shop durch den Verantwortlichen. Er konkretisiert die datenschutzrechtlichen Pflichten aus Art. 28 DSGVO und ist Bestandteil des zugrunde liegenden Hauptvertrags (SaaS-/Lizenzvertrag vom [Datum]).

Gegenstand der Verarbeitung ist das Hosting, der Betrieb und die Speicherung der Shop-, Bestell-, Zahlungs- und Kundendaten des Verantwortlichen in der vom Auftragsverarbeiter betriebenen SaaS-Plattform, einschließlich der Protokollierung buchhaltungs- und steuerrelevanter Finanzdaten (z. B. Rechnungen, Zahlungsbelege, Bestellhistorien).

Laufzeit: Dieser AVV gilt für die Dauer des Hauptvertrags. Für Daten, die einer gesetzlichen Aufbewahrungspflicht unterliegen (§ 257 HGB, § 147 AO), gelten die gesonderten Regelungen zu Nr. 6 (Datenrückgabe/-löschung) auch nach Beendigung des Hauptvertrags fort.

2. Art, Zweck, betroffene Personen und Datenarten

Zweck: Bereitstellung und Betrieb der Online-Shop-Software als SaaS, einschließlich Zahlungsabwicklung, Bestellverwaltung, Rechnungsstellung und revisionssicherer Archivierung.

Kategorie betroffener Personen Kategorien der Daten
Kunden des Online-Shops Name, Anschrift, E-Mail, Telefon, Zahlungsdaten, Bestellhistorie
Mitarbeiter des Verantwortlichen Zugangsdaten, Nutzerprotokolle (Logins)
Zahlungsdienstleister-Kontakte Transaktions-IDs, Zahlungsstatus

Finanzrelevante Daten (Rechnungen, Zahlungsbelege, Auftragsbestätigungen) werden zusätzlich zu den handels-/steuerrechtlichen Zwecken des Verantwortlichen (§ 257 HGB, § 147 AO) verarbeitet und gespeichert.

3. Pflichten des Auftragsverarbeiters (Art. 28 Abs. 3 DSGVO)

Der Auftragsverarbeiter verpflichtet sich:

  1. Die Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen zu verarbeiten (Art. 28 Abs. 3 lit. a DSGVO), einschließlich Übermittlungen in Drittländer.
  2. Sicherzustellen, dass zur Verarbeitung befugte Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet sind (lit. b).
  3. Alle nach Art. 32 DSGVO erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM) zu treffen, insbesondere: Verschlüsselung, Zugriffskontrolle, Protokollierung, Unveränderbarkeit steuerrelevanter Daten (GoBD-Konformität), Verfahrensdokumentation sowie regelmäßige Datensicherung (lit. c). Details siehe Anlage 1 – TOM.
  4. Die Bedingungen für die Hinzuziehung weiterer Auftragsverarbeiter gemäß Nr. 4 einzuhalten (lit. d).
  5. Den Verantwortlichen bei der Erfüllung von Betroffenenrechten (Art. 12–22 DSGVO) durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu unterstützen (lit. e).
  6. Bei der Einhaltung der Pflichten nach Art. 32–36 DSGVO zu unterstützen (lit. f).
  7. Nach Wahl des Verantwortlichen alle Daten nach Ende der Erbringung der Dienstleistungen zu löschen oder zurückzugeben, vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (lit. g, siehe Nr. 6).
  8. Dem Verantwortlichen alle zum Nachweis der Einhaltung dieser Pflichten erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen und Prüfungen/Inspektionen zu ermöglichen (lit. h, siehe Nr. 5).

4. Unterauftragsverarbeitung, Speicherort und Drittlandtransfer

Unterauftragsverarbeiter: Der Auftragsverarbeiter darf weitere Auftragsverarbeiter (z. B. Hosting-, Zahlungs- oder Backup-Dienstleister) nur mit vorheriger allgemeiner oder spezifischer Genehmigung des Verantwortlichen einsetzen. Die aktuell eingesetzten Unterauftragsverarbeiter sind in Anlage 2 aufgeführt; Änderungen werden mit angemessener Frist (mind. 30 Tage) vorab mitgeteilt; der Verantwortliche kann widersprechen.

Speicherort: Die Verarbeitung erfolgt in Rechenzentren in Frankfurt am Main, Deutschland. Bei Verlagerung in einen anderen EU-/EWR-Staat teilt der Auftragsverarbeiter dem Verantwortlichen den neuen Standort unverzüglich mit, damit dieser seiner Mitteilungspflicht nach § 146 Abs. 2a AO gegenüber dem Finanzamt nachkommen kann. Eine Verlagerung in Drittstaaten außerhalb der EU/des EWR bedarf der vorherigen Zustimmung des Verantwortlichen und setzt voraus, dass (a) geeignete Garantien nach Art. 44 ff. DSGVO (z. B. EU-Standardvertragsklauseln) sowie (b) der uneingeschränkte, jederzeitige elektronische Datenzugriff der zuständigen Finanzbehörden (Z1/Z2/Z3-Zugriff nach § 147 Abs. 6 AO, GoBD) sichergestellt sind.

Der Auftragsverarbeiter gewährleistet in jedem Fall, dass steuerlich relevante Daten unveränderbar, vollständig und maschinell auswertbar für die Dauer der jeweils anwendbaren gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gespeichert bleiben.

5. Kontrollrechte, Unterstützung, Meldung von Datenschutzverletzungen

Kontrollrechte: Der Verantwortliche ist berechtigt, die Einhaltung dieses AVV vor Vertragsbeginn und danach in angemessenen Abständen auf eigene Kosten zu überprüfen, z. B. durch Anforderung von Prüfberichten oder durch Vor-Ort-Audits mit angemessener Vorankündigung (mind. 14 Tage).

Unterstützungspflichten: Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen bei Anfragen betroffener Personen (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Datenübertragbarkeit) sowie bei Datenschutz-Folgenabschätzungen und Konsultationen der Aufsichtsbehörde.

Meldepflicht bei Datenschutzverletzungen: Der Auftragsverarbeiter meldet dem Verantwortlichen jede Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich nach Kenntnisnahme, mit allen für die Meldung nach Art. 33 DSGVO erforderlichen Angaben.

6. Datenrückgabe/-löschung bei Vertragsende, Haftung, Schlussbestimmungen

Bei Beendigung des Hauptvertrags stellt der Auftragsverarbeiter dem Verantwortlichen innerhalb von 30 Tagen einen vollständigen, maschinell auswertbaren Export aller Daten (inkl. steuerlich relevanter Belege und Verfahrensdokumentation, GoBD-konform) zur Verfügung.

Soweit Daten einer gesetzlichen Aufbewahrungsfrist unterliegen (z. B. § 257 HGB, § 147 AO: 6/8/10 Jahre), speichert der Auftragsverarbeiter diese Daten nach Wahl des Verantwortlichen entweder (a) für eine zusätzliche, gesondert zu vergütende Übergangsfrist von 90 Tagen zur Datenmitnahme weiter, oder (b) löscht sie unmittelbar nach erfolgreichem Export. Nach Ablauf der vereinbarten Übergangsfrist werden alle Daten unwiderruflich gelöscht, sofern keine anderslautende gesetzliche Pflicht oder Vereinbarung besteht. Die Verantwortung für die fristgerechte Sicherung eigener Aufbewahrungspflichten verbleibt beim Verantwortlichen.

Haftung: Es gilt die gesetzliche Haftungsregelung nach Art. 82 DSGVO; im Innenverhältnis haftet jede Partei für von ihr verursachte Schäden.

Schlussbestimmungen: Änderungen bedürfen der Textform. Es gilt spanisches Recht. Gerichtsstand ist der Sitz des Auftragsverarbeiters, soweit gesetzlich zulässig.

Anlagen 1 (TOM) und 2 (Unterauftragsverarbeiter) sind Bestandteil dieses AVV.

Anlage 1 – Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

  • Zutrittskontrolle: Rechenzentrum in Frankfurt am Main, betrieben von Google Cloud, mit Zutrittskontrolle, Besucherprotokoll und Videoüberwachung (Verantwortung des Rechenzentrumsbetreibers); der Auftragsverarbeiter betreibt als virtuelle Organisation keine eigenen Büro- oder Serverräume.
  • Zugangskontrolle: Individuelle Benutzerkonten, Firebase Authentication, starke Passwortrichtlinie, Zwei-Faktor-Authentifizierung für Administratoren und Google-Cloud-Konten, Sperrung nach Fehlversuchen; personenbezogene Daten werden ausschließlich in der Cloud-Infrastruktur von Google Cloud verarbeitet und nicht an lokalen Standorten gespeichert. Der Zugriff der Mitarbeiter erfolgt remote über VPN; alle Arbeitsgeräte sind durch biometrische Authentifizierung und Passwort geschützt.
  • Zugriffskontrolle: Rollen- und Berechtigungskonzept nach dem Need-to-know-Prinzip (Google Cloud IAM, Firebase Security Rules), Protokollierung von Administratorzugriffen (Audit-Logs), regelmäßige Überprüfung der Berechtigungen.
  • Trennungskontrolle: Mandantentrennung: Daten jedes Shop-Betreibers werden logisch getrennt verarbeitet; Trennung von Entwicklungs-, Test- und Produktivsystemen.
  • Verschlüsselung / Pseudonymisierung: TLS-Verschlüsselung bei der Übertragung; Verschlüsselung gespeicherter Daten und Backups; Pseudonymisierung bei Supportzugriffen, wo möglich.
  • Weitergabekontrolle: Verschlüsselte Schnittstellen (API/HTTPS), Dokumentation der Empfänger und Übermittlungswege.
  • Eingabekontrolle / Unveränderbarkeit: Revisionssichere, unveränderbare Archivierung steuerrelevanter Belege (GoBD) mit Verfahrensdokumentation.
  • Verfügbarkeit und Belastbarkeit: Regelmäßige Backups auf redundanter Infrastruktur von Google Cloud, Updates und Patch-Management.
  • Auftragskontrolle: Sorgfältige Auswahl und Überprüfung der Unterauftragsverarbeiter (Anlage 2), Verträge nach Art. 28 DSGVO, Verpflichtung der Mitarbeiter auf Vertraulichkeit.
  • Löschung und Rückgabe: Dokumentiertes Löschkonzept mit Fristen, sichere Löschung von Daten, Datenexport bei Vertragsende gemäß Nr. 6.
  • Überprüfung und Bewertung: Für die Infrastruktur nutzt der Auftragsverarbeiter die Zertifizierungen von Google Cloud.

Anlage 2 – Genehmigte Unterauftragsverarbeiter

Der Verantwortliche genehmigt mit Abschluss dieses AVV die folgenden Unterauftragsverarbeiter. Änderungen richten sich nach Nr. 4 (Vorabmitteilung mit mindestens 30 Tagen, Widerspruchsrecht).

1. Google Cloud EMEA Limited, Dublin, Irland

  • Leistung: Hosting und Backend-Dienste der SaaS-Plattform (Google Cloud, Firebase), einschließlich Datenbank, Speicher und Backups
  • Verarbeitete Daten: Alle Shop-, Bestell- und Kundendaten
  • Verarbeitungsort: Frankfurt am Main, Deutschland (Region europe-west3); einzelne Firebase-Dienste können Daten außerhalb der gewählten Region verarbeiten
  • Drittlandtransfer / Garantie: Auftragsverarbeitungsvertrag von Google; bei Verarbeitung außerhalb des EWR (insbesondere USA) Standardvertragsklauseln der EU-Kommission (Bestandteil der Google-Datenverarbeitungsvereinbarung) sowie EU-US Data Privacy Framework (Zertifizierung von Google LLC)

2. Stripe Payments Europe, Limited, Dublin, Irland

  • Leistung: Zahlungsabwicklung über Stripe Connect (Shopbetreiber als Connected Account)
  • Verarbeitete Daten: Zahlungsdaten, Transaktions-IDs, Zahlungsstatus
  • Verarbeitungsort: EU/EWR
  • Drittlandtransfer / Garantie: Stripe-Datenverarbeitungsvereinbarung und Stripe Connected Account Agreement; Stripe handelt teils als eigenständig Verantwortlicher

3. Sendinblue SAS (heute Brevo), 9-17, rue Salneuve 75017 Paris, Frankreich

  • Leistung: Versand von Bestell- und Systemmails
  • Verarbeitete Daten: Name, E-Mail-Adresse, Bestellinhalte
  • Verarbeitungsort: EU/EWR
  • Drittlandtransfer / Garantie: Nein; bei Einsatz von Unterauftragsverarbeitern in Drittländern Standardvertragsklauseln

Letzte Änderung 7.10.2026

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